Wie wird sich AI entwickeln?
Wo stehen wir in der Entwicklung, aber auch im Einsatz von Artificial Intelligence im Medienbereich? Kemal Görgülü von der Flying Eye Managementberatung für Medieninvestitionen hat Antworten darauf und berichtet im Gespräch mit film-tv-video.de über den aktuellen Stand von AI im Broadcastbereich.
Kemal Görgülü ist der Meinung, dass sich der Markt intensiver mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen muss. Seiner Meinung nach ist künstliche Intelligenz kein Thema, bei dem es darum geht, darüber zu diskutieren, ob die Technologie ihre Berechtigung hat — oder auch nicht. AI, so Görgülü, sei in vielen Bereichen längst Realität und etabliere sich auf subtile Weise in immer breiteren Bereichen. Beim Smartphone etwa nutze man mit der Diktierfunktion oder den Sprachassistenten schon ganz selbstverständlich KI-Technologien im Alltag – und das werde sich auch in anderen Bereichen weiterentwickeln, prognostiziert Görgülü.
Daran hätten Firmen wie Google, Amazon, Facebook oder Apple, um nur einige zu nennen, letztlich massiven Anteil, weil sie bei ihren Angeboten KI und kognitive APIs kommerziell auf breiter Basis nutzten und dadurch im Markt etablierten, so Görgülü. Deshalb sei der Einsatz von AI im Medien- und Broadcastbereich keine Seltenheit mehr. Als Beispiel nennt er etwa ein automatisiertes Highlight-Editing, das man über die Wimbledon-Webpage während des traditionsreichen Tennisturniers abrufen konnte. Als anderes Beispiel führt er die Fußball-WM in Russland an. Dort hatte der US-Sportsender Fox gemeinsam mit IBM auf der Basis der Watson-Technologie automatisiertes Highlight-Editing eingesetzt, um daraus mit möglichst wenig manuellen Eingriffen Beiträge fürs US-Publikum, das ja bekanntlich nicht sonderlich fußballbegeistert ist, zu produzieren. Kurzum: Hier ist AI aus der Sicht von Görgülü schon angekommen.
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