Liebe Eltern, liebe LeserInnen,
noch schnell ein Bericht über ein Weihnachts- und Neujahrskonzert, und schon „läuft“ das Jahr 2023 in seinen Bahnen.
Unsere Kollegin, Franziska Forbecini, teilt ihre Erfahrungen mit der Suzuki-Methode, und Andrea Holzer-Rhomberg bringt einen schönen, bildhaften Vergleich. Nachdem Sie dann auch über den zweiten jungen Geiger der Familie Matsushita gelesen haben, wünschen wir allen SchülerInnen in Wien, Niederösterreich und Burgenland erholsame Energieferien und einen guten Start ins zweite Semester!
Herzliche Grüße,
Andrea Mugrauer-Beis und die LehrerInnen des ASIoM Teams
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Neujahrskonzert der Musikschule Hainfeld
Am 6. Jänner spielte das Robert Stolz Orchester unter der Leitung von Dirigent Prof. Ernst Wedam in der Musikschule Hainfeld das Neujahrskonzert. Sehr stolz waren auch die 15 Violinschülerinnen von Kaoru Asayama, die ebenfalls mitspielen durften. Eine Schülerin durfte zum Schluss sogar den Radetzky-Marsch dirigieren! Somit sind wir alle mit großem Schwung ins Jahr des Hasen 2023 gestartet.
Prosit Neujahr! KAORU ASAYAMA / Foto: Eva Steyrer

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Porträt des Monats: Tsuyoshi Daniel Matsushita 
Tsuyoshi hat mit vier Jahren begonnen, Geige zu lernen. Aber eigentlich schon seit er im Bauch seiner Mami war, hat er seinen großen Bruder Ichiro beim Geigen gehört und wahrscheinlich bereits damals seine Neigung zur Musik entwickelt. Er liebt es, auf seiner Geige Stücke zu spielen, die er gerade gehört hat.
Manchmal singt oder spielt er zuerst am Klavier, um die Melodie zu finden, und ist sehr neugierig, die verschiedensten Instrumente kennenzulernen. Nach der langen Corona-Pause konnte er endlich wieder mit seiner Familie nach Japan reisen. Natürlich hat er seine Geige mitgenommen und sogar zwei Konzerte gegeben.
Tsuyoshi hat mich in der letzten Zeit besonders mit seinem Durchhaltevermögen begeistert. Was „Jeden Tag üben“ betrifft ist er ein Vorbild; noch dazu wollte er keine Geigenstunde verpassen, auch wenn er erkältet war: zumindest in die Online-Geigenstunde ging er immer. Und ich war auch sehr überrascht, dass, obwohl er sich nicht so gut fühlte und die Möglichkeit gehabt hätte, die Geigenstunde zu verschieben, mir unbedingt zeigen wollte, was er gelernt hatte und Verbesserungen gegenüber offen war. Ich fand seine Entscheidung reif und lobenswert und das hat die Geigenstunde besonders motiviert. Ich lerne immer wieder von meinen SchülerInnen und bin sehr dankbar, mit so wundervollen Menschen arbeiten zu können. ANNALISA VIRZÌ / Foto: privat
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Erfahrungen mit der Suzukimethode
Einige Kinder in meiner Flötenklasse hatten in den letzten Jahren Probleme, das Notenlesen zu lernen – erheblich größere Probleme, als ich es bisher erlebt habe. Auf der Suche nach neuen Lösungsmöglichkeiten hat mich die Idee der Suzuki Methode inspiriert. Nach einer zweitägigen Fortbildung des Fachbereichs Flöte mit Karen Lavie habe ich mich in einem Kurs über zwei Semester intensiver mit dem Thema beschäftigt. Worum geht es?
Als Shiniki Suzuki 1931 gebeten wurde, einem vierjährigen Kind Geigenunterricht zu geben, schien ihm die Aufgabe zunächst nicht bewältigbar. Wie sollte er so ein junges Kind angemessen unterrichten? Doch dann machte er die Beobachtung, dass jedes Kind in Japan bereits mit fünf Jahren die japanische Sprache beherrscht, und zwar mit der ganzen Komplexität der grammatikalischen Struktur und der besonderen Färbung des jeweiligen Dialekts. Seinen Zeitgenossen erschien diese Selbstverständlichkeit nicht der Rede wert zu sein. Für Suzuki jedoch war es wie ein Moment der Erleuchtung.
Seine Schlussfolgerung war: Wenn jedes Kind die Muttersprache beherrscht und diese Fähigkeit durch die Umgebung scheinbar wie von selbst geformt wird, dann kann Instrumentalunterricht auch auf diese Weise zum Erfolg kommen. […] Suzuki zog eine weitere Konsequenz aus seiner Überlegung: Die Sprache lernt man zuerst durch Hören und Sprechen. Das Lesen folgt erst später und so verwendete er in den ersten Unterrichtsjahren auch kein Notenmaterial. Das ist zu einem Kennzeichen der Suzuki-Methode geworden. Die Kinder können sich viel mehr auf sich selbst und den Klang konzentrieren. Körpergefühl und Haptik werden ins Zentrum des Bewusstseins gerückt – man ist sozusagen ganz im Klang, wie in einer Meditation.
Der enorme Vorteil ist, dass die Schüler*innen das Noten lesen und das Spielen des Instruments nicht gleichzeitig lernen müssen. Die Gehirnforschung bestätigt nachträglich, was Suzuki intuitiv erfasst hat: Echtes Multitasking ist dem menschlichen Gehirn gar nicht möglich. In Wahrheit verarbeitet das Gehirn mehrere Aufgaben immer hintereinander. Die Konzentration auf eine Sache ist wesentlich effizienter als das „Jonglieren“ mit mehreren Aufgaben. FRANZISKA FORBECINI / Link zum Volltext
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Wie ein Gärtner… 
Der Beruf eines Instrumentalpädagogen gleicht in gewisser Hinsicht dem eines Gärtners. Der Gärtner hegt und pflegt seine Pflänzchen behutsam. Alle brauchen Wasser, alle brauchen Sonne und eine große Portion liebevolle Fürsorge.
Trotzdem wachsen sie nicht alle gleich schnell. Trotzdem werden sie nicht alle gleich groß. Die einzelnen Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Die einen brauchen eher viel Wasser, die anderen wenig. Die einen brauchen viel direktes Sonnenlicht, die anderen bevorzugen den Schatten.
So ist es auch mit den uns anvertrauten Schülern. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse. Sie bevorzugen unterschiedliche Lernzugänge. Jeder hat seine eigenen Persönlichkeitsmerkmale. Es wäre deshalb keine gute Idee, bei allen genau die gleichen Unterrichtsansätze anzuwenden. Für einen Instrumentalpädagogen und natürlich auch für Eltern als Lernpartner und -unterstützer ist es wichtig, auf jedes Kind ganz persönlich einzugehen, um ihm eine „maßgeschneiderte“ liebevolle Fürsorge angedeihen zu lassen – eben wie das ein guter Gärtner mit seinen geliebten Pflanzen praktiziert. ANDREA HOLZER-RHOMBERG / Foto: privat
Weitere Texte von Holzer-Rhomberg finden Sie auf ihrer Website: Passion4StringTeaching
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Weihnachtsklänge im MusikQuartier
Es war eine Freude, gemeinsam mit meinen SchülerInnen zur Adventzeit einen musikalischen Beitrag leisten zu können. Alle MusikerInnen, groß und klein, haben sich mit viel Freude und Motivation für das Adventkonzert 2022 vorbereitet, das am 17. Dezember im „Feurich Performing“ Saal des MusikQuartiers stattgefunden hat.
Da in jedem Stück viel Arbeit, Übezeit, Disziplin und ein großes Stück Herzblut steckt, war ich als Lehrerin sehr stolz und glücklich über den gelungenen musikalischen Nachmittag. Ein Instrument zu lernen ist eine Reise, und was wir geleistet haben, war nur ein kleines Wimpernzucken davon, wie wir versuchen, uns ein bisschen Schönheit und Gemeinschaft zu schenken. ANNALISA VIRZÌ / Foto: Ruth Bruckner
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100 Tage Practice Challenge
Die Geigenschüler des Suzuki Violin Project im Gasometer – SchülerInnen der Klassen Monika Witzany, Pia Karls und Andrea Mugrauer-Beis – beginnen das Jahr 2023 ambitioniert und tatkräftig mit einer 100 Tage Practice Challenge, die sich vom 23. Jänner bis 13. Mai streckt.
Auch Ausdauer und Geduld sind Fähigkeiten die trainiert werden müssen. Shinichi Suzuki pflegte zu sagen: „Beweist man ein Zeitlang Ausdauer, so entwickelt sich die notwendige Geduld, wodurch wiederum Tatkraft und Beharrlichkeit fortentwickelt werden.“ Oder anders gesagt, „Können erzeugt weiteres Können“.
Wir wünschen allen TeilnehmerInnen eine erfolgreiche Challenge und sind gespannt auf die vielen neugewonnen Fertigkeiten, die daraus entstehen werden! PIA KARLS / Foto: Günter Herold
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Unterstützung für die ukrainische Suzuki-Community 
Die European Suzuki Association unterstützt die Ukrainian National Suzuki Association (UNSA) während des Kriegs in der Ukraine.
Wenn Sie sich persönlich engagieren möchten, kontaktieren Sie bitte die UNSA per Mail.
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Liebe Eltern,
wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen und ASIoM-Mitglied werden!
Der Mitgliedsbeitrag für Eltern beträgt € 30 pro Kalenderjahr.
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Wir danken unserem Sponsor:
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Sie möchten ein Sponsor des ASIoM werden? Bitte kontaktieren Sie Andrea Mugrauer-Beis unter office@asiom.at
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